Taizé-Fahrt

Fünf Tage lang freiwillig beten, fromme Lieder singen und auf sehr einfache Weise leben, das ist bei den Jugendlichen angesagt, wenn es um Taizé geht. Dies ist fast kaum zu glauben in unserer digitalen und fortschrittlichen Welt.

Um den Zeitpunkt von Christi Himmelfahrt, fahren seit 2014 regemäßig ca. 40 „jungen Pilgerinnen und Pilgern“ aus den Stufen 9 und 10 unserer Elisabethenschule, mit einem Team aus ehrenamtlichen Begleitern und der Schulseelsorge, nach Burgund in Frankreich.

Junge Menschen aus aller Welt pilgern an diesen Ort. Taizé steht für Verantwortung übernehmen, Vertrauen fassen und Mut das eigene Leben in die Hand zu nehmen.

Wenn wir ankommen, werden wir in unserer „Muttersprache“ willkommen geheißen. Man kommt nach Taizé um andere Pilgerinnen und Pilger zu treffen und um gemeinsam zu suchen und zu beten.
Diese Fahrt ist als ein Angebot unserer Schule und nicht als Klassenfahrt zu verstehen. So kommt es, dass alle Jugendlichen freiwillig dreimal täglich zum Gottesdienst gehen, um zu singen und zu beten.
Jeden Vormittag wird über die Quellen des Glaubens nachgedacht. Brüder der ökumenischen Kommunität geben eine kurze biblische Einführung und danach diskutieren die Jugendlichen in kleinen Gruppen darüber.

Ein Bestandteil der Gottesdienste ist die Stille. Dies sei etwas ganz Besonderes, so die Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern. Taizé bietet großen Raum für Stille. „Nur in der Stille kann der Mensch wirklich zu sich selber kommen“, so ein Zitat von Frère Roger. Ein weiteres Vermächtnis des Gründers dieser Kommunität ist: „Verstehen und verstanden werden, das ist wichtig. Wenn ein Mensch verstanden wird, dann kann er eine innere Kraft, ein inneres Leben finden.“
So nehmen wir Jugendliche wieder mit auf den Nachhause-weg, die innerlich verändert sind. Wenn wir im Bus sitzen und von Taizé Abschied nehmen, wird dies vom Schulseelsorger Herr Dr. Tambour einfühlsam angeleitet. Im Bus ist dann alles ganz still. Die innere Bewegtheit ist fast greifbar. Ein Gebet zur Bewahrung der Eindrücke und ein letztes gemeinsames Taizélied helfen den Abschied zu meistern.

„Die beste Zeit meines Lebens“, so ein Schüler am Ende dieser Fahrt.

Englandaustausch und Englandfahrt

Der Austausch mit Solihull School und Leicester Grammar School

Kurz vor den Herbstferien fand unser alljährlicher Austausch mit England statt.

In diesem Jahr fuhren 18 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 nach Solihull und 7 weitere Schüler und Schülerinnen nach Leicester zu unseren jeweiligen Partnerschulen.  Nach unserer Ankunft an der Schule ging es direkt ins Wochenende zu den Familien. Es galt sich schnell an die neue Umgebung einzugewöhnen und vor allem an die Sprache! Die Familien haben verschiedene Ausflüge und Aktivitäten mit ihren deutsche Gästen unternommen, mal zum Shoppen oder Rugby und Fußball gucken und es gab viel Zeit, um die Partner besser kennenzulernen.

Am Montag kamen alle Austauschteilnehmer mit ihren englischen Partner im Outdoor Pursuit Center, Leicester zu Teambuilding- und Kletter-Aktivitäten zusammen. Dieser Tag ist besonders schön, da es sehr viel zu erzählen gibt. Auch die Schüler aus Leicester und Solihull können sich bei dieser Gelegenheit kennenlernen, denn sie kommen im März gemeinsam zu uns.

Im Laufe der Woche fanden weitere Ausflüge statt z.B. nach London (London Eye) oder Birmingham (BBC). Außerdem haben wir die Schulen erkundet und durften am  Schulunterricht  teilnehmen. Am Ende der Woche wären wir am liebsten alle dort geblieben. Wenn der Besuch aus England im kommenden Jahr zu uns kommt, werden wir hoffentlich wieder so eine schöne Zeit zusammen haben wie in England.

Englandfahrt

Nicht nur die Kinder mit Austauschpartnern fuhren in diesem Jahr nach England. Zum ersten Mal haben wir parallel dazu eine Busreise nach Oxford mit einem externen Anbieter (SET) in Jahrgang 9 angeboten.

Jedes Jahr gibt es mehr Interessenten für den Austausch als Plätze zur Verfügung stehen und hiermit hatten alle 9. Klässler die Gelegenheit Land und Kultur kennenzulernen mit fachkundiger Begleitung aus der Lehrerschaft.

Das Angebot fand sehr großen Zuspruch und es waren deshalb fast alle SchülerInnen des Jahrgangs zur gleichen Zeit in England.

Wie der Zufall es so wollte, haben wir uns tatsächlich an dem Dienstag alle in London vor dem Buckingham Palace getroffen und den Tag dann zusammen verbracht, inklusive der Fahrt auf dem London Eye und Shopping in Covent Garden.

Eine ganz tolle gemeinsame Erfahrung.

In Oxford wurden die SchülerInnen bei englischen Gastfamilien untergebracht und konnten somit auch einen kleinen Einblick ins Alltagsleben einer Britischen Familie bekommen. Oxford bietet sehr viel Sehenswertes und es gab außer der Stadtrallye, einen interessanten Ausflugsprogramm. 

Alle Beteiligten kamen mit eine Menge neuen Erfahrungen und London Pullis (!) im Gepäck wieder.

Wir hatten sehr viel Spaß und planen eine Fortsetzung dieser Fahrt für Jahrgang 9  im nächsten Jahr.

Frankreichaustausch

Seit 2006 findet an unserer Schule ein Austausch mit dem Collège/Lycée Bignon in Mortagne au Perche statt. Dieses kleine Städtchen liegt in der Normandie und wird jedes zweite Jahr mit einer Gruppe von 25-30 Schülern/innen (Jahrgang 8 und 9) aus Hofheim per Reisebus angefahren. Im darauffolgenden Jahr dürfen die Eli-Schüler/innen dann ihre Austauschpartner/innen hier in Hofheim begrüßen.

Ziel des Austausches ist es, den Schüler/innen jeweils das Land, die Leute, ihre Lebensweise und kulturellen Eigenheiten und natürlich die Sprache näher zu bringen. Dabei erleben wir Begleiter immer wieder recht amüsante Begebenheiten, wie z.B. bei den Betten, die in Frankreich stets eine Rolle anstelle eines Kissens und meist mehrere Schichten Laken statt einer Bettdecke haben oder auch das sehr ausgiebige Abendessen in Frankreich, welches im Gegensatz zum teils einfachen Abendbrot in Deutschland steht.

Auch die französische Begrüßung lässt unsere deutschen Jugendlichen zunächst etwas irritiert reagieren, heißt es doch „faire la bise“, sich mit einem angedeuteten Küsschen rechts und links auf die Wange zu begrüßen. Und das fehlende Pausenbrot an französischen Schulen sorgt zunächst für Erstaunen; doch ein reichhaltiges Mittagessen in der Schulkantine mit einer anschließenden Mittagspause ersetzt diese Zwischenmahlzeit.

Da die meisten deutschen Schüler/innen während des Austauschs in Familien untergebracht sind, lernen sie auch das ländliche Leben und die damit verbundenen Schwierigkeiten kennen. Einige wenige wohnen mit ihrem Austauschpartner im Schulinternat, eine ebenfalls interessante Erfahrung.

Während des jeweils einwöchigen Aufenthalts stehen in Frankreich Besichtigungen der Umgebung auf dem Programm, z.B. in einer Käsefabrik oder einer Cidrerie (zur Herstellung des französischen Apfelweins), ein Ausflug ans Meer und zum berühmten Le Mont Saint Michel. Ebenso geht es in manchen Jahren nach Paris, mit der Gruppe oder am Wochenende mit der Gastfamilie. Mortagne au Perche liegt nur etwa 2,5 Stunden von der Hauptstadt entfernt.

Natürlich darf der obligatorische Unterrichtsbesuch auch nicht fehlen, was interessante Einblicke in die unterschiedlichen Lehr- und Lernmethoden beider Länder gibt.

Begleitet werden die Schüler/innen von zwei Französischlehrer/innen, die jederzeit erreichbar sind und bei Problemen auch einmal einen Familienwechsel vornehmen oder zu einem Arztbesuch mitgehen.

Das Fazit der letzten Jahre war stets positiv, die Schüler/innen lieben es, Neues kennenzulernen und die Sprache ungezwungen anwenden zu können, auch wenn zu Beginn vieles erst einmal auf Englisch versucht wird.

Wir hoffen sehr, dass sich in den nächsten Jahren weiterhin unsere Schüler für diesen Austausch begeistern können. Denn eine Reise in das fremde Land ist immer etwas ganz Besonderes!

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